In der Vielseitigkeitsprüfung

»Abteilung C« (Schutzdienst)

sucht der Hund auf Weisung seines Hundesführers das Trainingsgelände nach einem Scheintäter ab und stellt ihn dann.      

   

 

Verschiedene Scheinangriffe wie z.B. :

"Angriff auf den Hund aus der Bewegung"

  

"Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers"   

 

geben dem Hund Gelegenheit, sein Können zu zeigen.

Nachfolgende Texte mit freundlicher Unterstützung und Freigabe duch:  www.der-schutzhund.de

Ich möchte hier nur Überlegungen zum Thema Schutzdienst kund tun, mit denen man sich beschäftigt haben sollte, bevor man mit der Ausbildung des Schutzhundes beginnt.  Zu beachten ist auch, dass nicht jeder Hund für diese Ausbildung geeignet ist.

Der Schutzhund, für uns eher Sporthund, braucht ein sicheres Wesen, Selbstsicherheit und ein gutes Nervenkostüm, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Für die meisten Hunde bleibt der Schutzdienst auf dem Hundeplatz ein schönes Spiel, da es um eine Beuteausbildung geht und er wird dies im Alltag so nie gebrauchen, da unter anderem dort die Beute und die für ihn entsprechende Atmosphäre fehlt.

Voraussetzungen für den Schutzdienst ist ein zuverlässiges Gehorsam des Hundes. Erst wenn dies gewährleistet ist, lässt sch der Hund auch im Schutzdienst leiten und lenken. Unser Hund wird über den Beutetrieb ausgebildet und wird deshalb nicht zu einem gefährlichen Hund gegenüber anderen Menschen. Im Gegenteil, er hat eine Beschäftigung, ist ausgelastet und kann seine natürlichen Triebe bis zu einem gewissen Grad ausleben.

Wir haben deshalb eher den zufriedenen und ausgeglichenen Hund, der gehorcht und deshalb zu keinem gefährlichen Hund wird.  Nicht außer Acht lassen darf man aber den natürlichen Verteidigungstrieb (Wehrtrieb), den hat der Hund mit oder ohne Ausbildung, die Ausbildung ermöglicht mir nur, diesen Trieb besser unter Kontrolle zu halten.

1. Warum Schutzdienst ?

Ursprünglich diente die Schutzhundeprüfung dem Zweck, die Eigenschaften des Schäferhundes nach einheitlichem Maßstab zu überprüfen, um damit ein bestimmtes Zuchtziel zu verfolgen. Der Schäferhund sollte ein vielseitig einsetzbarer Hund sein, der sich besonders als Diensthund hervortat. Noch heute zählen diese Kriterien. Der Hund soll über ein sicheres Wesen, Selbstsicherheit und ein gutes Nervenkostüm verfügen, all diese Eigenschaften werden, unter anderem auch, im Schutzdienst gefordert.

Die Erbanlagen des Hundes bestimmen sein Verhalten, die Ausbildung kann nur fördern und lenken. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass eine Schutzhundprüfung bis heute Voraussetzung für eine Zuchtzulassung ist. Für viele Hundesportler ist der Schutzdienst etwas besonderes, weil der Hund dort die Möglichkeit erhält seine natürlichen Triebe auszuleben. Eine besondere Herausforderung für den Hundeführer stellt hierbei die Tatsache, den Hund bei extremen Triebverhalten zu kontrollieren, zu leiten und zu lenken.

2. In welchem Alter kann begonnen werden?

Hier gehen die Meinungen auseinander, die einen sagen, dass nicht zu früh mit der Schutzdienstarbeit begonnen werden sollte. Andere wiederum sind der Meinung, dass bereits mit dem Welpen an jedem Übungstag mit dem Sack gespielt werden sollte.

Bitte aber auf jeden Fall eine Pause während der Zahnung einlegen und auch danach nur sachte Spielchen, bis sich das neue Gebiss gefestigt hat.

Für die Ausbildung bereits beim Welpen heißt dies: bis der Hund die nötige Reife hat, können höchstens einfache Beutespiele gemacht werden. Dies soll den Hund prägen Beute zu machen, zu tragen und ruhig zu halten. Zu frühe starke Belastungen und falsche Ausbildung, können sonst später unerwünschte Folgen haben. 

3. Macht der Schutzdienst einen Hund  "scharf"?

Nein! Wenn die Ausbildung von qualifizierten und verantwortungsvollen Ausbildern und Hundführern betrieben wird. Die Ausbildung erfolgt schwerpunktmäßig auf Basis des Beutetriebs und nicht um Menschen anzugreifen. Der Sporthund lernt Gehorsam und gehorcht, zusätzlich kann er aber auch seine Triebe ausleben.  

Wie erkenne ich einen guten Helfer ?

1.Ein guter Schutzdiensthelfer sollte ausgeglichen, selbstbewusst und sicher in seinen Aktionen sein.

2. Er erkennt die Schwächen und Stärken der verschiedenen Hunde und kann sich darauf einstellen.

3. Er erkennt eine Überforderung des Hundes und kann entsprechend gegenwirken.

4. Er braucht viel Einfühlungsvermögen, für Hund und Hundeführer.

5. Er muss verantwortungsvoll mit seiner Aufgabe umgehen, es kann viel schnell kaputt gemacht werden.

6. Er verfügt über genügend Erfahrung und kennt verschiedene Aufbau- und Hetztechniken.

7. Er sollte sich gerne mit den Hundeführer über die Ausbildung auseinandersetzen, darüber reden und auch ein gesundes Maß an Selbstkritik mitbringen.

8. Er sollte sich stets unter Kontrolle haben, Jähzorn oder ähnliches ist hier nicht gefragt.

9. Er darf keine Angst vor Hunden haben! Ein weiterer wichtiger Punkt ist, egal wie gut der Helfer sein mag, ich muss mich mit ihm gut verstehen und ihm vertrauen.

Dies ist immer eine wichtige Basis, um mit ihm gemeinsame Ziele in der Ausbildung zu erreichen. Ich muss mich ungezwungen mit ihm über die Arbeit unterhalten können und er sollte auch neuen Anregungen und Ideen gegenüber offen sein.

Welche Eigenschaften sollte der Hundeführer  mitbringen ?

Die Dominanzverhältnisse zwischen Hund und Hundeführer sollten geklärt sein und auf der Seite des Hundeführer liegen. Auch er sollte ausgeglichen, selbstbewusst und sicher in seinen Aktionen sein. Der Hundeführer sollte ebenfalls seine Emotionen im Griff haben, Einfühlungs- und Beurteilungsvermögen besitzen, um auch situationsbezogen reagieren zu können. Er muss bereit sein, sich über die Ausbildung auseinander zu setzen und sollte dabei recht selbstkritisch sein.

Welche Voraussetzungen muss der Hund mitbringen ?

Der Hund sollte wie bereits obern erwähnt, ein sicheres Wesen, Selbstsicherheit und ein gutes Nervenkostüm haben, um den Anforderungen gerecht zu werden. Er sollte über ausreichend Kondition verfügen da der Schutzdienst eine starke körperliche Belastung darstellt, speziell wenn die Ausbildung soweit fortgeschritten ist, dass auch reviert wird. Dies ist teilweise ein enormes Laufpensum, was vor dem Verbellen im Versteck bewältigt werden muss und ich habe schon manchen Hund gesehen, der vor lauter Luftschnappen nicht mehr zum Bellen gekommen ist.

Wir arbeiten weiter an der Seite !!!!!!!!!!!!!!!