Die Fährtenarbeit
ist Bestandteil der Vielseitigkeitsprüfung.
Auf einer von Menschen gelegten » Spur « werden Gegenstände vom Fährtenleger gelegt, die später vom suchenden Hund aufgefunden und angezeigt werden sollen. Entsprechend der verschiedenen Prüfungsstufen steigen die Anforderungen an Hund und Hundeführer.
Wird bei der Stufe I die Fährte noch vom Hundeführer selbst gelegt, muss das Team später die vom Fährtenleger getretene Fährte ausarbeiten und die » verlorenen « Gegenstände auffinden.
Dabei wird die Zeitspanne zwischen Legen und Absuchen immer größer, die Längen der Fährten und auch die Fährtenformen ändern sich. Bereits im Welpenalter besteht die Möglichkeit, mit der Fährtenausbildung zu beginnen. Einer Spur mit der Nase zu folgen, ist dem Hund angeboren. Für uns nur mit schwachem Nasensinn ausgestatteten Menschen- ist es jedes Mal ein kleines Wunder, wie das Nasentier Hund einer Spur folgt, ohne sie zu sehen.
Das Gelände
Wir sollten wissen, dass die Windverhältnisse am Boden anders sind als in 150 m Höhe. Es kann durch Temperaturunterschiede, Vegetation, Bodenwellen usw.. Zwischen den Luftschichten unter und über 30 cm über dem Boden kann es zu heftigen Turbulenzen kommen.
Auch sollte man wissen, dass es an windstillen Tagen durch Sonnenerwärmung zu Luftbewegungen kommen kann. So werden durch die Sonne die höheren Luftschichten erwärmt, während es in tieferen Lagen noch kalt ist. Die Luft steigt auf und wird durch nachströmende kalte ersetzt. Am Nachmittag geht dieser Prozess genau anders herum. Auch andere Hindernisse im Gelände, wie Häuser, Scheunen, Bäume, Hecken, Strommasten etc. wirken sich auf die Strömungen der Luft aus. Vertiefungen wirken sich bei der Fährtenarbeit aus! Auch kleine Büsche können einen Windschatten hervorrufen.
Auf der anderen Seite sind diese Geländeeigenschaften für uns auch sehr nützlich.
Wir können uns dort Orientierungspunkte suchen, die und das legen der Fährte und vor allem beim absuchen der Fährte sehr hilfreich sind. Man hat hierdurch einen ungefähren Anhaltspunkt, wo die Fährte entlang läuft. Auch hilft es einem, seine Fährtenschenkel gerader Richtung zu legen, ohne Orientierungspunkte kenne ich fast ausschließlich Schlangenlinien, die zwar auch sinnvoll sind, aber nicht ausschließlich gelegt werden sollten.
Also lege eine Fährte nach markanten Punkten im Gelände und notiere dir den Fährtenverlauf und die genaue Lage der Winkel und Gegenstände. Denn nur wenn deinen Fährtenverlauf kennst, kannst du erkennen ob der Hund sich wirklich auf der Fährte befindet und kannst ihn Loben oder Korrigieren.
Wenn du ihn neben der Fährte lobst und auf der Fährte straft, wird der Hund sehr schnell lernen dich zu "belügen", denn er frustriert und weiß eigentlich nicht, was ich von ihm will. Später ist solches Verhalten dann schwer zu korrigieren.
Suche Dir am Abgang einen markanten Punkt und fasse ihn ins Auge, dann geh genau auf diesen Baum zu. Schaue nicht soviel auf den Boden, sondern schaue immer auf deinen Fixpunkt und du wirst eine Gerade erhalten.
Wir arbeiten weiter daran !!!!!!!!!!!!!!!